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Montag - 17. Oktober 2016

K 2016: Covestro zeigt physikalisch geschäumtes Formteil für das Autointerieur

Wirtschaftliche Herstellung leichter Dekorteile

Hohe Oberflächenqualität dank dynamischer Temperierung
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Covestro hat einen integrierten, serientauglichen Material- und Prozessansatz für die wirtschaftliche Herstellung leichter Dekorteile für den Autoinnenraum entwickelt. Das Konzept basiert auf Polycarbonat und erlaubt individuell maßgeschneiderte Design- und Styling-Varianten. Ein Beispiel ist dieser Handschuhkastendeckel aus dem Polycarbonat+ABS-Blend Bayblend®. Er weist auf seiner Oberfläche hochglänzende und strukturierte Bereiche auf.

Covestro folgt dem Trend der Automobilindustrie nach leichten Bauteilen mit individualisierbaren Class-A-Oberflächen, die wirtschaftlich in einem Verarbeitungsschritt hergestellt werden.

Auf der Kunststoffmesse K 2016 zeigt das Unternehmen an seinem Stand A 75 in Halle 6 als Technologie-Demonstratorbauteil Prototypen eines Handschuhkastendeckels. Sie wurden in einem dynamisch temperierten Spritzgießwerkzeug mit Hilfe des physikalischen Schäumens produziert. Hier kamen für den automobilen Innenraum oberflächenoptimierte Bayblend® Typen (PC/ABS) zum Einsatz.

Besucher können darüber hinaus die Fertigung des Bauteils mit Hilfe des ProFoam® Verfahrens auf dem Stand des Spritzgießmaschinenherstellers Arburg, Stand A13 in Halle 13, live verfolgen. Hier wird ein speziell für das physikalische Schäumen entwickeltes glasfaserverstärktes Makrolon® SF800Z Polycarbonat von Covestro eingesetzt. Dieses Material wird beispielsweise heute schon für Druckergehäuse und andere Non-Automotive-Anwendungen verwendet. Es besitzt eine Flammschutzlistung nach UL94.

Noch leichtgewichtigere Bauteile
„Zusätzlich zum Leichtbau-Ansatz des physikalischen Schäumens, bei dem die Dichte und damit das Bauteilgewicht reduziert werden, haben wir hier ganz bewusst die Möglichkeit zur verfahrensbedingten Designanpassung genutzt“, sagt Rainer Protte, Leiter Spritzgießsonderverfahren im Bereich Polycarbonat bei Covestro. „Durch die Anreicherung des Materials mit Stickstoff wird die Viskosität der Schmelze herabgesetzt und damit die Fließfähigkeit verbessert. Dies erlaubt eine Reduzierung der Formteilwanddicke, ohne dass der erlaubte Spritzdruck überschritten wird. Die Kombination der beiden Effekte ‘Dichte- und Wanddickenreduzierung‘ ermöglichte bei diesem Bauteilbeispiel eine Gewichtseinsparung von rund 30 Prozent. Die guten mechanischen Eigenschaften von Polycarbonat beziehungsweise Polycarbonat-Blends bieten dieser Materialklasse die Möglichkeit, das Schäumen auch für mechanisch beanspruchte Bauteile einzusetzen.

Besucher können darüber hinaus die Fertigung des Bauteils mit Hilfe des ProFoam Verfahrens

Aufgrund der Prozessbedingungen und des eingesetzten Materials werden auch unter Verwendung des physikalischen Schäumens hochwertige Oberflächen mit hochglänzenden und strukturierten Bereichen erzielt. Eine zusätzliche Lackierung ist nicht erforderlich.

„Glatt gebügelte“ Oberfläche
Ermöglicht wird dies durch die dynamische Temperierung, bei der die Kavitätsoberfläche des Werkzeugs vor dem Einspritzen mit Hilfe von überhitztem Wasser auf das Niveau der Glasübergangstemperatur oder darüber hinaus aufgeheizt wird. Direkt nach Injektion der Schmelze erfolgt dann eine Abkühlung auf Entformungstemperatur. Durch die hohe Werkzeugtemperatur wird die Oberfläche des Formteils praktisch „glatt gebügelt“. Auf diese Weise ist auch eine sehr gute Abformung von Strukturen möglich.

Beim auf der Messe zum Einsatz kommenden ProFoam® Verfahren handelt es sich um ein physikalisches Schäumverfahren der Firma Arburg in Loßburg. Dabei wird das Kunststoffgranulat bereits in einer Granulatschleuse vor der Spritzeinheit mit gasförmigem Treibfluid angereichert. Während des Plastifizierungsvorgangs löst sich das Treibgas in der Schmelze und tritt erst mit dem Druckabbau beim Einspritzen in Form von mikrozellularen „Bläschen“ wieder aus, die beim Erstarren der Schmelze „eingefroren“ werden. Auch faserverstärkte Kunststoffe lassen sich mit diesem Verfahren ohne zusätzliche Scherung verarbeiten.

Während des Projekts arbeitete Covestro neben Arburg eng mit der gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik in Meinerzhagen (Temperierung), dem Werkzeughersteller Krallmann, Hiddenhausen, sowie der Firma J. & F. Krüth, Solingen, zusammen, die sich auf die Narbung von Werkzeugoberflächen, in diesem Fall die 3D-Laserstrukturierung, spezialisiert hat.

Besuchen Sie uns auf der Kunststoffmesse K 2016 vom 19. bis 26. Oktober in Düsseldorf, Halle 6, Stand A 75. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.k2016.covestro.com/.

Besuchen Sie auch die Firma Arburg in Halle 13, Stand A 13. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.arburg.com/events/k2016/.

Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 12,1 Milliarden Euro im Jahr 2015 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2015 rund 15.800 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com und www.arburg.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, welche die Covestro AG in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Covestro-Website www.covestro.com zur Verfügung. Covestro übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.