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Freitag - 27. Oktober 2017

Neue Sicht auf CO2 vor Klimagipfel in Bonn

Vom Abgas zum Rohstoff

Kohlendioxid als Ersatz für Erdöl in der Chemieindustrie

Kohlendioxid: In riesigen Mengen entweicht es aus Gebäuden, Autos, Fabriken und Kraftwerken. In Zukunft soll das Gas aber nicht mehr nur ungenutzt in die Atmosphäre steigen. Denn die Chemieindustrie macht aus CO2 einen neuen Baustein für hochwertige Kunststoffe, um die knappen fossilen Rohstoffe wie Erdöl zu sparen. Eine hochaktuelle Perspektive auch im Hinblick auf den Weltklimagipfel, der am 6. November in Bonn beginnt. Der Werkstoffhersteller Covestro sieht sich als Vorreiter beim Thema CO2-Nutzung und arbeitet mit anderen Unternehmen und Universitäten an zahlreichen Projekten.

Erst vor wenigen Wochen hat es einen europäischen Schulterschluss gegeben: Ein Konsortium von 14 Partnern aus sieben Ländern erforscht jetzt unter Führung von Covestro, wie sich CO2 und andere Abgase aus der Stahlindustrie besonders effizient und nachhaltig verwenden lassen, um Komponenten für Dämmstoffe und Lacke herzustellen.

Europäische Kooperation

Das neue Forschungsprojekt wird von der Europäischen Kommission gefördert und begründet eine beispiellose Kooperation vom Abgasverursacher bis zum Kunststoffverarbeiter. Eine mögliche Produktionsanlage könnte in Südfrankreich entstehen, wo ein Stahlwerk von ArcelorMittal und ein Werk von Covestro in unmittelbarer Nachbarschaft liegen.

„Die mittlerweile zahlreichen Initiativen zur CO2-Nutzung lassen das Abgas in neuem Licht erscheinen und tragen dazu bei, die Rohstoffbasis der chemischen Industrie zu verbreitern“, erklärt Dr. Markus Steilemann, im Covestro-Vorstand zuständig für Innovation, Marketing und Vertrieb. „Ressourceneffizienz gehört zu den Treibern für eine nachhaltigere Zukunft, und wir wollen dieses Thema mit innovativen Lösungen befördern – gemäß unserer Vision, die Welt lebenswerter zu machen.“

Bereits seit dem vergangenen Jahr produziert Covestro mit Kohlendioxid ein Vorprodukt für weichen Schaumstoff. Es enthält bis zu 20 Prozent CO2, das chemisch fest eingebunden ist. In gleicher Größe wird Erdöl eingespart. Der Schaum wurde speziell für den Einsatz in Polstermöbeln und Matratzen konzipiert.

Gleichzeitig forscht das Unternehmen noch an zahlreichen weiteren Anwendungen für CO2-basierte Rohstoffe. Dass dies überhaupt möglich ist, geht auf einen wissenschaftlichen Durchbruch zurück, den Covestro vor einiger Zeit mit Partnern erzielt hat. Erst so lässt sich CO2 für diese Zwecke ökologisch und ökonomisch sinnvoll nutzen.

Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 11,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2016 rund 15.600 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Covestro in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf www.covestro.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.