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Donnerstag - 28. Januar 2016

Covestro auf der JEC World Composites Messe in Paris

Robuste Leichtgewichte für viele Anwendungen

Aktuelle Entwicklungen mit Polyurethanen und Polycarbonaten
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Covestro, SAERTEX® und HÜBERS haben eine innovative Technologie für die Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen entwickelt. Als weiteren Meilenstein haben die Partner jetzt den Prototyp eines 45 Meter langen Holmgurts erfolgreich produziert. Der Gurt ist Hauptbestandteil der Blattstruktur des Rotorblatts und nimmt die gesamte Windlast auf.

Hohe Festigkeit und ein geringes Gewicht eröffnen Composites vielseitige Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Anwendungen und Branchen, auch als Ersatz für konventionelle Werkstoffe wie Metalle oder Holz. Auf der JEC World Composites Fachmesse vom 8. bis 10. März in Paris präsentiert Covestro Material- und Verarbeitungslösungen, die neben der Integration zusätzlicher Funktionen auch Potenzial für Kostensenkungen bieten. Die Entwicklungen basieren auf dem umfangreichen Know-how des Unternehmens in Einsatz und Verarbeitung von Polyurethanen und Polycarbonaten.

Ein wichtiges Schwerpunktthema von Covestro ist die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Gemeinsam mit SAERTEX®, einem führenden Hersteller von Glas-Gelegen, hat das Unternehmen eine innovative Technologie für die Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen entwickelt. Sie werden nach dem Vakuum-Infusionsverfahren aus einem Polyurethanharz und Glasfasergelegen hergestellt. Beide Partner stellen die Entwicklung auf der JEC World in Halle 5A vor – Covestro auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen, Nr. E60/E62, SAERTEX® am Stand Nr. H6.

Potenzial für effizientere Windkraftanlagen
„Das Polyurethanharz benetzt die Glasfasern sehr gut und bildet dabei einen sehr robusten, aber leichtgewichtigen Verbund“, erläutert Dr. Andreas Hoffmann, Leiter der Entwicklung von Polyurethan-Composites bei Covestro. „Berücksichtigt man noch die Vorteile gegenüber den bisher eingesetzten Epoxidharzen, bietet unser Harz die ideale Voraussetzung für die künftige Herstellung noch größerer und damit effizienterer Windkraftanlagen.“ Erst kürzlich wurde der Prototyp eines 45 Meter langen Holmgurts für Rotorblätter hergestellt, wie im Video unter http://youtu.be/aICshNiCs80 gezeigt wird.

Die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist auch die Basis für Solar Impulse, ein Pionierprojekt der Luftfahrtpioniere Bertrand Piccard und André Borschberg. Mit einem nur von Solarkraft betriebenen, extrem leichtgewichtigen Flugzeug wollen sie in diesem Jahr ihre Weltumrundung fortsetzen und erfolgreich beenden. Covestro ist Projektpartner und offizieller technischer Partner des Projekts und zeichnet für Design und Konstruktion des Cockpits im aktuellen Flugzeug verantwortlich. Darin sorgt unter anderem ein spezielles Polyurethan-Hartschaumsystem für Gewichtseinsparungen und den Schutz der Piloten.

Von der Natur gelernt
Die Autokarosserie der Zukunft ist leichtgewichtig und leistet damit einen Beitrag zur Energieeinsparung im Verkehr. Faserverstärkte Kunststoffe haben sich hier bereits sehr gut bewährt, da sie neben Gewichtseinsparungen auch für eine hohe Steifigkeit des Fahrzeugs sorgen. Covestro hat eine neue Technologie für die Konstruktion von Teilen in Sandwichbauweise entwickelt, die zusätzlich den Verbraucherwunsch nach glatten, hochwertigen Oberflächen erfüllen.

„Das Bauteil wird aus Endlos-Glasfasergelegen mit einem thermoplastischen Polymer auf Basis von Polycarbonat hergestellt“, sagt Dr. Olaf Zöllner, der die Anwendungsentwicklung für Polycarbonate in Europa leitet. „Der Aufbau des Teils aus einem geschäumten Kern und einer glatten, kompakten Außenhaut hat viel Ähnlichkeit mit dem eines Knochens.“

Mit der Übernahme der Thermoplast Composite GmbH (TCG) vor einem knappen Jahr hat Covestro sein eigenes Know-how auf diesem Gebiet der endlosfaserverstärkten Verbundwerkstoffe ergänzt und seine Position auf dem Markt für Verbundwerkstoffe ausgebaut. Polycarbonat-basierte, endlosfaserverstärkte Verbundwerkstoffe haben aus Sicht von Covestro in der IT-Industrie, im Automobil- und Transportsektor sowie im Konsumgüterbereich vielversprechende Perspektiven.

Hohe Sicherheit für Autoinsassen
Um robuste und leichtgewichtige Strukturbauteile geht es auch bei einer weiteren Covestro-Entwicklung, die auf einem neuen Polyurethan-Matrixsystem der Baydur® Reihe basiert. Der besondere Vorteil gegenüber vergleichbaren Harzsystemen ist die dreifach erhöhte Energieaufnahme der Kohlefaser-Composites. Im Falle eines Autounfalls bietet der Werkstoff somit ein Höchstmaß an Sicherheit für die Insassen.

An der Materialentwicklung waren bekannte Partner der Autoindustrie beteiligt. ThyssenKrupp stellte daraus in seinem modernen Composite-Technikum in Dresden Prototypen her, die bei Materialprüfungen sehr positiv bewertet wurden. Die Fertigung der Teile erfolgt effizient mit Hilfe des modernen Hochdruck-Harzinjektionsverfahrens (High Pressure Resin Transfer Molding, HP-RTM). Die Zykluszeiten liegen bei nur wenigen Minuten.

Darüber hinaus entwickelt Covestro zurzeit ein neues Verfahren sowie Produkte für die einkomponentige Herstellung von Polyurethan-Composites. Die Werkstoffe sollen in leichtgewichtigen Bauteilen zum Einsatz kommen und zeichnen sich durch gute Beständigkeit gegen Bewitterung und Chemikalien aus.

Optimale Wirkung von Glasfasern
Um ihre Funktion zur Verstärkung von Kunststoffen optimal entfalten zu können, werden Glasfasern unmittelbar nach ihrer Herstellung mit einer so genannten Schlichte benetzt. Sie schützt die Glasfasern beim anschließenden Aufwickeln vor gegenseitiger mechanischer Beschädigung. Ihre eigentliche Wirkung zeigt die Schlichte jedoch in glasfaserverstärkten Kunststoff-Composites, wo sie für den mechanischen Verbund zwischen Kunststoffmatrix und Glasoberfläche und damit für die Festigkeit der Composites verantwortlich ist.

Wässrige Polyurethan-Dispersionen des Baybond® Sortiments von Covestro werden als Bindemittel in Glasfaserschlichten für thermoplastische Kunststoffe eingesetzt. Sie zeichnen sich durch sehr gute Filmbildung, Haftung und Farbechtheit aus. Außerdem gewährleisten sie eine hohe mechanische Festigkeit, Wärme- und Hydrolysebeständigkeit und sind mit gängigen Additiven kompatibel. Neu im Programm sind Dispersionen für faserverstärkte Kunststoffe, die für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen sind. Zurzeit arbeitet Covestro mit Hochdruck daran, die Baybond® Familie um Produkte für Thermoset-Anwendungen zu erweitern.

Der Sonne entgegen mit dem richtigen UV-Schutz
Zum Schutz von faserverstärkten Kunststoffen gegen verschiedene Umwelteinflüsse entwickelt Covestro zurzeit neue kostenoptimierte Verfahren sowie Produkte für die Herstellung von witterungsbeständigen Polyurethan-Composites. Die Werkstoffe sollen in Bauteilen für Außenanwendungen wie zum Beispiel Solarmodulen zum Einsatz kommen und zeichnen sich außerdem durch exzellente Beständigkeit gegen UV-Strahlen und Chemikalien aus.

Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 11,8 Milliarden Euro im Jahr 2014 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende September 2015 rund 15.700 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, welche die Covestro AG und die Bayer AG in veröffentlichten Berichten beschrieben haben. Diese Berichte stehen auf der Covestro-Website www.covestro.com sowie auf der Bayer-Website www.bayer.de zur Verfügung. Covestro und Bayer übernehmen keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.