Media
rainbow
Freitag - 19. Februar 2016

Covestro-Premiere auf der light+building Messe in Frankfurt am Main

Polycarbonate für die LED-Lichttechnik

Zahlreiche Materiallösungen für verschiedene Anforderungen
more imagesdownload
Marketingleiter Axel Wetzchewald erläutert die Vorteile von Polycarbonat in der energieeffizienten LED-Lichttechnik.

Auf der light+building, der Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik, tritt Covestro, vormals Bayer MaterialScience, zum ersten Mal unter seinem neuen Namen auf. Vom 13. bis 18. März 2016 präsentiert das Unternehmen am Stand E47 in Halle 4.0 Materiallösungen auf Basis von Polycarbonat für die energieeffiziente LED-Lichttechnik. Im Folgenden spricht Axel Wetzchewald, Marketingleiter für LED-Anwendungen in den Regionen Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika, über die Vorteile des Hochleistungskunststoffs, und stellt aktuelle Entwicklungen vor.

Welche Materialien wünschen sich Hersteller von LED-Lampen?
Allgemein wünschen sie sich leichtgewichtige Werkstoffe, die gut formbar sind und wirtschaftlich verarbeitet werden können. Die weiteren Eigenschaften hängen stark von den Anwendungen ab: Linsen sollen möglichst transparent sein, um das LED-Licht bestmöglich auszunutzen. In Innenräumen sind oft lichtstreuende Materialien gefragt, zum Beispiel in Lampenabdeckungen, damit niemand von den punktförmigen Lichtquellen geblendet wird. Für Kühlkörper wiederum ist eine gute Wärmeleitfähigkeit wichtig. Hier haben Kunststoffe gute Chancen, bisherige Werkstoffe zu ersetzen.

Wie reagiert Covestro auf solche unterschiedlichen Anforderungen?
Seit Jahren engagiert sich Covestro für die energieeffiziente und ressourcenschonende LED-Lichttechnik. Für die Erfüllung der Anforderungen haben wir eine ganze Reihe von Materiallösungen entwickelt, die alle auf Polycarbonat basieren. Dazu gehören Granulate aus Makrolon® und hieraus hergestellte Platten sowie Folien des Sortiments Makrofol®.

Polycarbonat bringt dafür wichtige Voraussetzungen mit: Der Kunststoff ist glasklar, sehr robust und hält erhöhten Temperaturen stand. Außerdem ist er gut formbar und lässt sich effizient mittels Spritzguss und Extrusion verarbeiten. Mit Hilfe spezieller Zusätze können wir ihm auf Wunsch auch lichtstreuende oder wärmeleitende Eigenschaften verleihen.

Gibt es darüber hinaus auch spezielle Kundenwünsche?
Ja, in der konkreten Zusammenarbeit zu einem Projekt ergeben sich oft ganz individuelle Anforderungen. Ein Beispiel sind Futurix Lampen des belgischen Herstellers VLUX, die in der feuchten und staubigen Umgebung von Fabrikhallen oder Parkgaragen oder auch im Außenbereich eingesetzt werden.

Hier wirkt sich die geringe Verzugsneigung und Schwindung unseres Produkts besonders günstig aus: Die daraus hergestellten Lampenabdeckungen gewährleisten die Dichtigkeit der Konstruktion und verhindern das Eindringen von Staub und Wasser. Für den Außeneinsatz ist der verwendete Makrolon® Typ außerdem witterungsbeständig eingestellt. Das diffuse Material streut das Licht sehr gleichmäßig und erzeugt eine blendfreie Ausleuchtung.

Welche Vorteile hat Polycarbonat in Kühlkörpern gegenüber Aluminium?
Wir haben für diese Anwendung Makrolon® TC8030 entwickelt, einen hochgefüllten Typ mit guter Wärmeleitfähigkeit, der genauso effizient verarbeitet werden kann wie unsere anderen Polycarbonate. Komplex geformte Kühlkörper können aus Aluminium entweder gar nicht oder nur mit ziemlichem Aufwand hergestellt werden. Das dort übliche Druckgussverfahren ist außerdem nicht so wirtschaftlich wie die Herstellung mittels Spritzguss.

In einem gemeinsamen Projekt mit der Universität Nordkarelien in Finnland und dem finnischen Spritzgussunternehmen Vesuto Oy konnten wir die Eignung unseres Polycarbonats nachweisen. Auch die Vorteile gegenüber Aluminium wurden dabei bestätigt. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit gestaltete der Designer Nikolai Ylimys aus dem Material einen Kühlkörper für LED-Leuchten, der dann von Vesuto Oy hergestellt wurde.

Gibt es Trends bei Kunststoffen für LED-Anwendungen?
Ein aktueller Trend ist die Herstellung von Teilen mit mehreren optischen Funktionen. Klare Massivplatten des Typs Makrolon® SX Shark zum Beispiel sind auf der einen Seite mit einer gewölbten Mikroprismen-Optik ausgestattet, auf der anderen Seite mit einer glänzenden Oberfläche. Sie kombinieren dadurch eine hohe Lichtdurchlässigkeit mit einer guten Lichtlenkung – eine ideale Voraussetzung für blendfreies Licht. Nimmt man noch die hohe Schlagbeständigkeit und das gute Brandverhalten hinzu, haben sie klare Vorteile gegenüber ähnlichen Produkten aus anderen Thermoplasten oder Glas.

Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 11,8 Milliarden Euro im Jahr 2014 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende September 2015 rund 15.700 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, welche die Covestro AG und die Bayer AG in veröffentlichten Berichten beschrieben haben. Diese Berichte stehen auf der Covestro-Website www.covestro.com sowie auf der Bayer-Website www.bayer.de zur Verfügung. Covestro und Bayer übernehmen keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.