Media
rainbow
Dienstag - 29. Juli 2014

TDI-Produktion in Dormagen startet in eine neue Ära:

Mit 50 in den Ruhestand

Jubiläum und Herunterfahren der alten Anlage fallen zusammen
more imagesdownload
In dieser neuen Großanlage in Dormagen soll ab Ende 2014 in einem besonders umweltverträglichen Verfahren die Chemikalie Toluylen-Diisocyanat hergestellt werden. Noch sieht es rund um die Anlage nach einer Baustelle aus, sie steht jedoch kurz vor ihrer mechanischen Fertigstellung und löst damit die seit 50 Jahren in Dormagen bisher bestehende TDI-Anlage ab.

Dormagen, 29. Juli 2014 – Ausgerechnet in ihrem 50. Jubiläumsjahr wurde am vergangenen Montag mit der Stilllegung der klassischen TDI-Produktionsstätte im Chempark Dormagen begonnen. Nach einem halben Jahrhundert verlässlicher Arbeit macht sie nun einer moderneren Großanlage Platz, die nur wenige hundert Meter weiter entsteht.

Rund 250 Millionen Euro investiert Bayer MaterialScience in den Neubau. Die Chemikalie Toluylen-Diisocyanat soll dort ab Ende 2014 in einem besonders umweltverträglichen Verfahren hergestellt werden. TDI wird für Polyurethan-Weichschaum benötigt, aus dem viele Dinge des täglichen Lebens wie Polstermöbel, Matratzen und Autositze bestehen.

TDI hat Tradition in Dormagen
Die Stilllegung des Altbetriebs und das Entleeren und Reinigen aller Anlagenteile ist anspruchsvoll und bedarf einer ebenso professionellen Planung wie der für Ende des Jahres vorgesehene Start der Neuanlage. Während also aktuell bereits ein Teil des Teams in der neuen TDI-Anlage tätig ist und sich auf das Anfahren dort vorbereitet, hilft der andere Teil der Belegschaft beim Herunterfahren der bisherigen Produktionsstätte.

„Trotz der vielen Jahre auf dem Buckel hat die alte Anlage bis zuletzt eine hervorragende Leistung erbracht“, sagt Betriebsleiter Michael Schmid. Zum Start wurden pro Jahr gut 5.000 Tonnen TDI produziert, im vergangenen Jahr waren es knapp 70.000 Tonnen. 2012 feierte die Mannschaft sogar die Herstellung der insgesamt zweimillionsten Tonne. „Die TDI-Produktion hat eine große und langjährige Geschichte in Dormagen“, fasst der heutige TDI-Chef Holger Orzesek zusammen. „Mit dem Anfahren der Großanlage beginnt nun eine neue Ära.“

In Dormagen steht auch die Pilotanlage, in der ab 2004 die Herstellung von TDI nach einem ganz neuen, technisch revolutionären Verfahren erprobt wurde. Nach ihrem Vorbild wurde zunächst eine Großanlage am Standort Shanghai in China gebaut, und jetzt eben die neue Produktionsstätte in Dormagen.

Weniger Energie, mehr TDI
In beiden Großanlagen kommt zum Einsatz, was sich in der Probezeit in der Pilotanlage glänzend bewährt hat: Das sogenannte Gasphasen-Verfahren ist eine exclusive Technologie von Bayer und setzt global ganz neue Maßstäbe, weil es die Herstellung besonders effizient und klimaschonend macht. Gegenüber einer konventionellen Anlage gleicher Größe ermöglicht das Gasphasen-Verfahren von Bayer MaterialScience Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent. Zudem kommt die Technologie mit bis zu 80 Prozent weniger Lösungsmittel aus. „Dies trägt zu einer deutlich besseren Energie- und Umweltbilanz bei und sichert dem Unternehmen darüber hinaus auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil“, unterstreicht Holger Orzesek. Und zum Vergleich: Die neue Anlage soll eine Kapazität von 300.000 Jahrestonnen haben.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2013 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Bayer MaterialScience unter www.presse.bayerbms.de zum Download bereit. Dort können Sie auch Bildmaterial herunterladen. Bitte beachten Sie die Quellenangabe.

Mehr Informationen finden Sie unter www.materialscience.bayer.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.