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Donnerstag - 27. Oktober 2016

Neuer Copolycarbonat-Blend von Covestro für Bauteile mit Metallic-Anmutung

Hochtemperaturstabil und zugleich galvanisierbar

Konzeptstudie für Abgasblende aus Kunststoff / Deutliche Gewichts- und Kostenersparnis gegenüber Stahlblech / Größere Designfreiheit / Lichtintegration möglich
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Auf der Kunststoffmesse K 2016 zeigte Covestro diese Abgasblende aus dem hochtemperaturstabilen und galvanisierbaren Copolycarbonat-ABS-Copolymer Apec® 150 PG.

Covestro hat einen Blendwerkstoff zur Fertigung verchromter Kunststoffbauteile entwickelt, der extrem wärmeformbeständig und zugleich galvanisierbar ist. Apec® 150 PG (Plating Grade) basiert auf einem Copolycarbonat und Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (PC-HT+ABS). Seine Erweichungstemperatur nach Vicat B (ISO 306) liegt mit 146 Grad Celsius um rund 35 Grad höher als bei galvanofähigen Standardblends von Polycarbonat mit ABS.

„Die Kombination aus hoher Wärmeformbeständigkeit und guter Galvanisierbarkeit ist im Markt eine Rarität. Sie erweitert deutlich das Leistungs- und Einsatzspektrum solcher Materialien in der Produktion von verchromten Design-Bauteilen“, erläutert Walter Köppchen, Experte für Galvano-Werkstoffe bei Covestro.


Temperaturstabiler und galvanisierbarer Kunststoff gesucht
Anlass zur Entwicklung des Hightech-Materials war eine Konzeptidee der Gerhardi Kunststofftechnik GmbH für eine Abgasblende aus Kunststoff. Der Lüdenscheider Galvanikspezialist entwickelte einen Ersatz für die meist aus Edelstahl gefertigten Abgasblenden und benötigte für das dekorativ galvanisierte Bauteil einen thermoplastischen Kunststoff, der den Temperaturen nahe dem Auspuff gewachsen und gleichzeitig galvanisierbar ist. Erste Prototypen-Fahrzeuge mit der Kunststoff-Abgasblende waren bereits im Straßenverkehr unterwegs, um ihr Langzeitverhalten zu untersuchen. Ziel ist es, die Bauteilinnovation bald breit in Fahrzeugen zur Anwendung zu bringen. Einen Prototyp zeigte Covestro jetzt auf der Kunststoffmesse K 2016 in Düsseldorf.

Engere Radien, Integration von Lichteffekten
Der Reiz, Abgasblenden aus einem Thermoplast zu fertigen, liegt darin, dass sie im Vergleich zu Konstruktionen aus Stahlblech um bis zu 50 Prozent weniger wiegen. Außerdem ist der Kunststoff gut formbar. So lassen sich leichter enge Radien und 3D-Geometrien verwirklichen als mit Stahlblech. Hinzu kommt die größere Designfreiheit in puncto Farbe und Funktionsintegration. Beispielsweise wäre es möglich, LEDs zu integrieren, um die Abgasblende durch Lichteffekte in Kombination mit selektiver 2K-Galvanik oder mit Gerhardi Strukturchrom® optisch aufzuwerten.

„Zusätzlich zu diesen Vorteilen ergeben sich durch den Spritzguss deutlich geringere Herstellkosten gegenüber Stahlblech. Zum Beispiel entfallen aufwändige Schweißschritte und das komplexe Umformen von Stahlblech“, sagt Dirk Kieslich, Leiter Produkt- und Verfahrensentwicklung sowie Patentmanagement bei Gerhardi, der die Entwicklung der Abgasblende aus Kunststoff initiierte.

Hochwertige mechanische Eigenschaften, gute Haftung
Das neue Blendmaterial zeichnet sich durch hohe Zähigkeit, Festigkeit und Steifigkeit über einen breiten Temperaturanwendungsbereich aus. Die im Galvanisierprozess aufgebrachte dünne Metallschicht haftet fest auf der Kunststoffoberfläche. Walter Köppchen: „Die Kunststoffblende übersteht problemlos die für Automobil-Bauteile dieser Art wichtigen Wärmelagerungs- und Gitterschnitt-Tests.“

Weitere potenzielle „heiße“ Anwendungen im Automobilbau sind zum Beispiel unter der Motorhaube optisch sichtbare, galvanisierte Bauteile wie Logos, Embleme, Schriftzüge und Abdeckungen. Auch in der Elektrotechnik und Elektronik sieht Walter Köppchen gute Einsatzchancen – so etwa in der Fertigung von verchromten Blenden, Zierleisten und Lüftungsgittern.

Umfangreicher Kundenservice
Covestro unterstützt Entwicklungspartner im Rahmen von Projekten zu galvanisierbaren Bauteilen mit einem zielgerichteten Service. Dazu zählen unter anderem rheologische Berechnungen, um zum Beispiel den Bauteilverzug zu minimieren und Fließnähte in nicht sichtbare Bereiche zu verlegen. Außerdem leisten Covestro-Experten Hilfe beim kunststoffgerechten Design des Spritzgießwerkzeugs. „Beides hat entscheidenden Einfluss auf eine fehlerlose Galvanisierbarkeit des Spritzgussteils“, so Walter Köppchen.


Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 12,1 Milliarden Euro im Jahr 2015 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2015 rund 15.800 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).


Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, welche die Covestro AG in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Covestro-Website www.covestro.com zur Verfügung. Covestro übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.