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Mittwoch - 8. Februar 2017

Kooperation von Newag, Lankwitzer Lackfabrik und Covestro

Erster biobasierter Eisenbahnlack im Test

Weichenstellung für nachhaltigere Mobilität auf der Schiene
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Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag stattete als erstes Unternehmen Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus. Die Lankwitzer Lackfabrik entwickelte ihn in enger Zusammenarbeit mit Covestro unter Verwendung von dessen biobasiertem Lackhärter Desmodur® eco N 7300.

Die Transportindustrie ist stets auf der Suche nach Wegen, um nachhaltiger zu werden und ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren. Fahrzeughersteller setzen auf Leichtbaukonzepte, um Treibstoffverbrauch und Emissionen zu senken. Zusätzlich argumentieren Schienennetzbetreiber mit der ohnehin größeren Nachhaltigkeit des Massentransports von Personen und Gütern. Auf die Dauer reicht dies aber nicht aus.

Der polnische Schienenfahrzeughersteller Newag SA hat jetzt die Weichen für eine ressourcenschonende Lackierung gestellt. Als erstes Unternehmen stattete er zwei Diesellokomotiven mit einem Lack auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus. Lieferant des Klarlacks ist die Lankwitzer Lackfabrik in Berlin, die ihn in enger Zusammenarbeit mit Covestro unter Verwendung des biobasierten Lackhärters Desmodur® eco N 7300 entwickelte.

„Ein Lackhersteller muss natürlich für ein neues Produkt zunächst die Spezifikationen seines Kunden erfüllen“, erläutert Mateusz Fedko, Projektleiter bei Newag. „Wenn der Lack dann noch einen Mehrwert bietet, wie in diesem Fall durch die nachwachsende Rohstoffbasis, dann ist dies für uns eine sehr gute Möglichkeit der Differenzierung von unserem Wettbewerb.“

Serienreife Anwendung
Das Projekt mit den Partnern belegt anschaulich den Fortschritt, den Covestro mit seinem biobasierten Lackhärter inzwischen erzielt hat und auf der European Coatings Show 2017 in Nürnberg vorstellen wird. „Die damit formulierte Beschichtung ist ebenso leistungsfähig wie ein konventionelles Lacksystem, greift aber hauptsächlich auf nachwachsende Ressourcen zurück“, sagt Julia Hellenbach, im Geschäftsfeld Lacke, Klebstoffe, Spezialitäten bei Covestro Marketingexpertin für den Transportsektor. „Der Kohlenstoffgehalt des Polyurethanrohstoffs basiert zu 70 Prozent auf Biomasse.“

Am Stammsitz der Newag in Polen wurde das EVOClear® 294 / PH 94-0000 Lacksystem von Lankwitzer wie ein Standard-Klarlack mittels Spritzapplikation aufgetragen. Gemeinsame Prüfungen von Lankwitzer Lackfabrik und Covestro belegen die hohe Leistungsfähigkeit des Klarlacks: Er ist Polyurethansystemen auf petrochemischer Basis ebenbürtig.

Viele Tests bestanden – nicht nur für Schienenfahrzeuge
Die Abriebfestigkeit und Glanzstabilität des Lacks übertrifft diejenige von Standardbeschichtungen sogar um 70 Prozent, wie die Partner mithilfe des Amtec-Kistler-Tests (Simulation von Autowäschen) nachweisen konnten. Als nächstes planen sie eine gemeinsame Langzeit-Prüfung der Witterungsbeständigkeit.

Der biobasierte Klarlack erfüllt natürlich auch die spezifischen Anforderungen der Schienenfahrzeugindustrie. So zeigt er eine sehr gute Beständigkeit gegen Reinigungsmittel, vor allem zur Entfernung von Graffitis (DB Blatt 39). Tests bestätigen deren einfache und schonende Entfernung.

Die bisherigen Ergebnisse stimmen Michael Voxbrunner von der Lankwitzer Lackfabrik für die weitere Entwicklung optimistisch: “Ich bin sicher, dass dieser biobasierte Klarlack auch unseren Kunden in anderen Branchen einen Mehrwert bieten wird.”

Besuchen Sie uns auf der European Coatings Show 2017 vom 4. bis 6. April in Nürnberg, Halle 4A, Stand 4A-528.



Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 12,1 Milliarden Euro im Jahr 2015 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2015 rund 15.800 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Diese Presse-Information steht auf dem Presseserver von Covestro unter www.covestro.com zum Download bereit. Dort können Sie auch Bildmaterial herunterladen. Bitte beachten Sie die Quellenangabe.

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com, www.covestro.coatings.com/de, www.lankwitzer.com und www.newag.pl/en.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, welche die Covestro AG in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Covestro-Website www.covestro.com zur Verfügung. Covestro übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.