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Freitag - 24. Juni 2016

Covestro entwickelt neue Materialien für den 3D-Druck

Breites Angebot für alle gängigen Druckverfahren / Maßgeschneiderte Eigenschaften / Geeignet für industrielle Massenproduktion / Neues Labor eingerichtet
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Covestro-Experte Roland Wagner beobachtet die Entstehung eines kleinen Bauteils im neuen 3D-Drucklabor des Unternehmens am Stammsitz Leverkusen. Inzwischen hat auch die Industrie die Vorzüge solcher additiver Fertigungsverfahren erkannt und sieht sie als große Chance für die effiziente Massenfertigung komplexer oder individueller Teile.

Der 3D-Druck ist eine faszinierende Möglichkeit, dreidimensionale, oft komplex geformte Teile auf einem Computer zu gestalten und anschließend anhand von CAD-Daten von einem speziellen „3D-Drucker“ herstellen zu lassen. Schicht für Schicht entstehen dabei Prototypen und Musterteile, die Kosten sind überschaubar.

Inzwischen hat auch die Industrie die Vorzüge solcher additiver Fertigungsverfahren erkannt und sieht sie als große Chance für die effiziente Massenfertigung komplexer oder individueller Teile.

Vor einem breiteren Einsatz des 3D-Drucks sind jedoch noch einige Herausforderungen zu meistern; eine davon ist der Mangel an geeigneten Materialien. Während für die konventionelle Herstellung von Bauteilen mehr als 3.000 Werkstoffe(1) zur Verfügung stehen, sind auf 3D-Druckern bisher nur rund 30 Materialien im Einsatz.

Neue Werkstoffe für alle gängigen 3D-Verfahren
Covestro, ein weltweit führendes Polymer-Unternehmen, entwickelt zurzeit ein umfangreiches Sortiment an Filamenten, Pulvern und Harzen für alle gängigen 3D-Druckverfahren.

Die Produkte haben verschiedene Eigenschaften wie zum Beispiel Härte, Hitzebeständigkeit, Transparenz und Flexibilität und ermöglichen eine Vielzahl neuer Anwendungen. Damit leistet Covestro einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung des 3D-Drucks zur industriellen Massenproduktion.

Partner gesucht
Julien Guiu, der die globalen 3D-Druck-Aktivitäten des Unternehmens koordiniert, fügt hinzu, „Wir möchten mit führenden Partnern in der Prozesskette zusammenarbeiten, um die Entwicklungen weiter voranzutreiben. Dazu gehören Formulierer ebenso wie Hersteller von 3D-Druckern, Softwareunternehmen, Dienstleister und natürlich OEMs.“ Die Materialdaten müssten Eingang in die Software von 3D-Druckern finden. Dann könne die Struktur von Bauteilen weiter optimiert werden.

Covestro hat kürzlich am Stammsitz in Leverkusen ein neues Labor für 3D-Druck in Betrieb genommen. Dort entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Partnern Materiallösungen und testet sie im praktischen Einsatz. Das Covestro-Kompetenzteam für additive Fertigung verfügt über ein breites Know-how in der Verarbeitung von Materialien mit gängigen 3D-Druckverfahren. Die Laborausstattung soll in den kommenden Monaten noch erweitert werden.

Vielfältiges Angebot für das Schmelzschichtverfahren
Covestro bietet eine große Auswahl an Filamenten für das Schmelzschichtverfahren (Fused Filament Fabrication, FFF) an. Es reicht von flexiblen thermoplastischen Polyurethanen (TPU) bis zu hoch festem Polycarbonat (PC).

Dank seiner exzellenten Abriebfestigkeit und Elastizität ist das TPU sehr gut geeignet für die additive Fertigung. Typische Anwendungen sind Sportartikel, Schuhe und Automobilteile.

Covestro-Polycarbonate, die vom Partner Polymaker in Filamente umgewandelt werden, zeichnen sich durch sehr gute Temperaturstabilität und Härte aus. 3D-gedruckte Produkte aus diesen Kunststoffen werden in Beleuchtung und Design sowie in anderen Anwendungen eingesetzt, bei denen es auf eine gute Festigkeit auch unter Hitzeeinwirkung ankommt. Weitere Informationen sowie ein Video sind unter http://3dprint.com/95697/polymaker-covestro-filament/ zu finden.

Erste voll flexible Materialien für das selektive Lasersintern (SLS)
Für dieses Verfahren bietet Covestro auch thermoplastische Polyurethane (TPU) an. Das Material wird mittels Laserstrahl zum Sintern gebracht. Schicht für Schicht entstehen so räumliche Strukturen. TPU bietet hier klare Vorteile gegenüber herkömmlichen SLS-Werkstoffen, die weniger hart und elastisch sind.

Pulverförmiges TPU wird bereits in der industriellen Produktion verwendet, zum Beispiel bei der Fertigung individueller Hochleistungssohlen für Schuhe. Der Covestro-Partner Lehmann&Voss&Co. formuliert solche Produkte und vertreibt sie bei wichtigen Schuhherstellern.

Neue Generation von Flüssigharzen für den industriellen 3D-Druck
Covestro hat auch Systeme für die Stereolithografie (SLA), den Digital Light Process (DLP) und den Tintenstrahldruck entwickelt. Aufgrund der breiten Ausgangsbasis an Isocyanaten und Polyolen bieten diese Polyurethan-Harze die einzigartige Chance, Eigenschaften wie Härte und Flexibilität sowie Chemikalien- und Wetterbeständigkeit an Kundenbedürfnisse anzupassen. Dadurch können gezielt Objektmerkmale im Volumen erzeugt werden, zum Beispiel ein Eigenschaftsgefälle.

Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 12,1 Mrd. Euro im Jahr 2015 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigte Ende des ersten Quartals 2016 rund 15.700 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com.

(1) Zitiert nach: Jeff Kowalski, CTO Autodesk, Euromold 2015

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, welche die Covestro AG in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Covestro-Website www.covestro.com zur Verfügung. Covestro übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.